§ 1 Zustandekommen eines Beratungs- oder Behandlungsvertrages

Die von beiden Vertragspartnern akzeptierten Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Geschäftsbedingungen zwischen Brigitte Thiée, als Heilpraktikerin (Psychotherapie), und Ihnen, als dem Klienten/der Klientin, als Vertrag im Sinne der §§ 611 ff BGB, soweit zwischen den Vertragsparteien nichts Abweichendes schriftlich vereinbart wurde.
Der Vertrag kommt zustande, wenn Sie das generelle Angebot der systemischen Beratung, der Trauerbegleitung oder eine psychotherapeutische Behandlung – in Form einer Einzel-, Paar- oder Familientherapie – einschließlich der dazu erforderlichen Diagnostik annehmen.
Ich kläre darüber auf, dass die Psychotherapie keine körperliche Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt ersetzt und dass der Klient/die Klientin bei Beschwerden mit Krankheitswert aufgefordert ist, sich in die Behandlung eines Arztes zu begeben.
Als Heilpraktikerin (Psychotherapie) bin ich berechtigt, einen Beratungs- oder Behandlungsvertrag ohne Angabe von Gründen abzulehnen, wenn das erforderliche Vertrauensverhältnis nicht erwartet werden kann, wenn ich Sie aufgrund meiner Spezialisierung oder aus gesetzlichen Gründen nicht beraten kann oder darf, oder wenn es Gründe gibt, die mich in Gewissenskonflikte bringen könnten.
In diesem Fall bleibt mein Honoraranspruch für die bis zur Ablehnung der Beratung entstandenen Leistungen erhalten.

§ 2 Inhalt des Beratungs- oder Behandlungsvertrages

Ich erbringe meine Dienste der systemischen Beratung, Trauerbegleitung und Psychotherapie Ihnen gegenüber in der Form, dass ich meine Kenntnisse und Fähigkeiten im Sinne der von Ihnen geäußerten Bedürfnisse und Ziele einsetze.
Ein subjektiv erwarteter Erfolg kann Ihnen nicht in Aussicht gestellt oder garantiert werden.
Als Heilpraktikerin (Psychotherapie) darf ich keine Krankschreibungen vornehmen und Ihnen keine Medikamente verordnen.

§ 3 Mitwirkung des Klienten

Zu einer aktiven Mitwirkung sind Sie als Klient/Klientin nicht verpflichtet. Eine systemische Beratung oder eine Psychotherapie sind in den meisten Fällen aber nur bei aktiver Mitwirkung sinnvoll. Dies gilt insbesondere für die Erteilung erforderlicher Auskünfte als Grundvoraussetzung für unsere gemeinsame Arbeit sowie für eine aktive Mitarbeit bei den gewählten Methoden.
Auch kann die Ablehnung einer angeratenen oder notwendigen ärztlichen Untersuchung für den weiteren Fortgang einer Psychotherapie in Ihrem Sinne bestimmend sein.

§ 4 Honorar

Zu Beginn des Beratungs-, Trauerbegleitungs- oder Psychotherapieprozesses haben Sie die Möglichkeit, sich bei einem kostenfreien Kennenlerntermin von 30 – 45 Minuten Dauer über die formalen Rahmenbedingungen zu informieren. Während dieses Termins wird eine Honorarvereinbarung getroffen. Die Vereinbarung umfasst auch die Information über eine ggf. zu entrichtende Umsatzsteuer. Psychotherapeutische Leistungen durch Heilpraktiker (Psychotherapie) sind grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit.
Sie erhalten von mir für die systemische Beratung, Trauerbegleitung und Psychotherapie monatlich eine Honorarrechnung.
Das Honorar wird anhand der in Anspruch genommenen Zeit berechnet. Der Abrechnungszeitraum umfasst in der Regel 60 Minuten, für Paare und Gruppen mindestens 90 Minuten. Darüber hinausgehende Zeiten werden ¼ stündlich abgerechnet.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass in dieser Praxis für Psychotherapie nach dem HPG generell keine Zulassung zu gesetzlichen Krankenkassen und Beihilfestellen besteht.
Sofern Sie eine Kostenerstattung wünschen, bitte ich Sie, das Kostenerstattungsverfahren mit einem möglichen Kostenträger eigenverantwortlich einzuleiten und sich über das Genehmigungsverfahren zu informieren. Die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung durch eine Heilpraktikerin (Psychotherapie) werden nur in Ausnahmefällen von einigen Privaten Krankenkassen erstattet.
Sofern dies erforderlich ist, wirke ich dahingehend daran mit, dass bei Bedarf Gutachten und deren Abrechnungen nach dem GebüH erstellt werden.
Eine Nichterstattung oder nur Teilerstattung von einem Kostenträger (Privatkrankenkassen) hat keinen Einfluss auf die vereinbarte Kostenforderung.
Bei nicht in Anspruch genommenen vereinbarten Terminen, verpflichten Sie sich unwiderruflich zur Zahlung des für den Termin vereinbarten Honorars. Der Betrag ist sofort ohne Frist zahlbar. Die vorstehende Zahlungsverpflichtung tritt nicht ein, wenn Sie zwei Werktage vor dem vereinbarten Termin absagen oder ohne Verschulden, z.B. im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls, kurzfristig am Erscheinen verhindert sind. In diesen Fällen wird jeweils ein Ersatztermin vereinbart.
Termine, die von meiner Seite abgesagt werden müssen, werden Ihnen selbstverständlich nicht in Rechnung gestellt. Sie haben in einem solchen Fall mir gegenüber keinerlei Ansprüche, ich schulde Ihnen auch keine Angabe von Gründen.

§ 5 Vertraulichkeit der Beratung

Ich behandle Ihre Daten vertraulich und erteile weder bezüglich der Inhalte der Beratungen und Behandlungen sowie deren Begleitumstände, noch bezüglich Ihrer persönlichen Verhältnisse Auskünfte, außer mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung. Auf die Schriftform kann verzichtet werden, wenn die Auskunft in Ihrem Interesse erfolgt, oder wenn anzunehmen ist, dass Sie zustimmen werden.
Die umfassende Schweigepflicht kommt nicht zur Anwendung, wenn ich aufgrund gesetzlicher Vorschriften zur Weitergabe der Daten verpflichtet bin – beispielsweise bei Meldepflicht auf behördliche oder gerichtliche Anordnung. Dies gilt auch bei Auskünften an Personensorgeberechtigte (d.h. Erziehungsberechtigte oder gesetzliche Betreuer), nicht aber für Auskünfte an Ehegatten, Verwandte oder Familienangehörige.
Dies gilt ferner nicht, wenn in Zusammenhang mit der systemischen Beratung, der Trauerbegleitung oder der Psychotherapie persönliche Angriffe gegen mich oder meine Berufsausübung stattfinden und ich mich mit der Verwendung zutreffender Daten oder Tatsachen entlasten kann.
Als Heilpraktikerin (Psychotherapie) führe ich Aufzeichnungen über meine Leistungen (Handakte).
Als Klient/Klientin steht Ihnen eine Einsicht in diese Handakte zu. Sofern Sie die Herausgabe der Handakte verlangen, stelle ich den tatsächlichen Kosten- und Zeitaufwand dieser Herausgabe in Rechnung.
Dies gilt nicht im Falle einer Beweisführung bei tätlichen Angriffen im Sinne des obigen 3. Absatzes.

§ 6 Meinungsverschiedenheiten

Meinungsverschiedenheiten aus dem Beratungsvertrag und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollten gütlich beigelegt werden. Hierzu empfiehlt es sich, Gegenvorstellungen, abweichende Meinungen oder Beschwerden schriftlich der jeweils anderen Vertragspartei vorzulegen.
Als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) habe ich mich den Ethikrichtlinien des Verbandes verpflichtet. Informationen dazu erhalten Sie z.B. im Internet unter www.dgsf.org (dort: über uns / Ethikrichtlinien oder Konfliktstelle) oder telefonisch in der Geschäftsstelle 0221 / 61 31 33.

§ 7 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen des Beratungs- oder Behandlungsvertrages oder der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ungültig oder nichtig sein oder werden, wird damit die Wirksamkeit des Beratungsvertrages insgesamt nicht tangiert. Die ungültige oder nichtige Bestimmung ist vielmehr in freier Auslegung durch eine Bestimmung zu ersetzen, die dem Vertragszweck oder dem Parteiwillen am nächsten kommt.