Wann kann systemische Beratung, Trauerbegleitung oder Familientherapie für Sie hilfreich sein?

Die Anlässe, sich Hilfe zu suchen, können sehr vielfältig sein, und es gibt grundsätzlich keine thematischen Vorgaben.
Vielleicht wünschen Sie sich Hilfe in einer schwierigen Lebenssituation, einer persönlichen Krise oder bei einer großen Herausforderung. Ihre bisherigen Lösungsversuche sind fehlgeschlagen oder haben noch nicht zum gewünschten Erfolg geführt.

Sie leiden unter Ihren Gefühlen, Ihren Gedanken oder der Gestaltung Ihrer Beziehungen zu anderen Menschen. Dieses Leiden überschattet Ihr Leben und behindert Sie bei der Bewältigung Ihres Alltags und in Ihrer persönlichen und beruflichen Leistungsfähigkeit.

Durch einen schweren Verlust fühlen Sie sich wie gelähmt und können sich kaum noch vorstellen, wie Ihr Leben weitergehen soll.
Nachfolgend sind zu Ihrer Orientierung einige Themenbereiche dargestellt, für die sich die systemische Denk- und Arbeitsweise bewährt hat.

Familien in besonderen Belastungssituationen

Die Erziehung von Kindern und Jugendlichen stellt Familien immer wieder vor große Herausforderungen. Besonders in Zeiten großer Umbrüche kann das Familienleben zur Zerreißprobe werden.

Welche Grenzen brauchen die Kinder zu ihrem Schutz und wieviel Freiheit für Entfaltung und Entwicklung? Diese und ähnliche Fragen bestimmen das Zusammenleben vom Kleinkindalter an, über die Pubertät hinaus bis in das Alter, in dem die Kinder den elterlichen Haushalt verlassen.

Bei Schulverweigerung, Essstörungen oder psychischen Erkrankungen erhalten Kinder Hilfe durch spezialisierte Kinder-und-Jugendlichen-Therapeuten.

Zusätzlich kann eine Unterstützung für das alltägliche Zusammenleben oder für die Begleitung des therapeutischen Prozesses den Eltern oder der ganzen Familie helfen, diese schwierige Lebenssituation zu meistern.

Trennung, Scheidung – auch wenn Ihre Partnerschaft beendet ist, bleibt Ihre Aufgabe der gemeinsamen Elternschaft weiter bestehen.

Trotz der eigenen schwierigen Gefühle soll ein Austausch über die Bedürfnisse der Kinder oder über allgemeine Fragen der Erziehung gelingen.

Wie können Aufenthalte beim anderen Elternteil oder Urlaube geplant werden? Wer ist zuständig, wenn die Kinder krank sind? Wer ist eigentlich besser – Mama oder Papa – oder doch umgekehrt? Und dann ist da auch noch Weihnachten…

Liebe und Partnerschaft

Ihre Partnerschaft ist in eine Krise geraten. Obwohl Sie sich stark belastet fühlen, möchten Sie Ihre Partnerschaft erhalten. Wie kann es gelingen, Ihren Blick auf die positiven Seiten Ihres gemeinsamen Lebens zu lenken und gemeinsam gestärkt aus der Krise hervorzugehen?

Fragen, die besonders in schwierigen Phasen einer Partnerschaft drängend werden, sind z.B.:
Wie wichtig bin ich für meinen Partner/meine Partnerin? Können wir uns aufeinander verlassen?
Lieben wir uns noch? Gelingt es uns zueinander zu halten und uns dennoch Raum für eigene Interessen und persönliche Entwicklung zuzugestehen?

Der Entschluss zur Trennung ist gefallen – Enttäuschungen und Verletzungen erschweren Ihnen den Umgang miteinander, dennoch müssen Entscheidungen und Vereinbarungen getroffen werden. Wie können Sie es schaffen, sich auch in dieser Situation angemessen auszutauschen?

Sie sehnen sich nach einer neuen Partnerschaft. Ist die moderne Suche im Internet wirklich der richtige Weg, der zu Ihnen passt? Welche Hoffnungen und Befürchtungen hegen Sie? Vor welchen Gefahren möchten Sie sich schützen? Und was ist, wenn’s dann doch nicht klappt?

Trauer und Verlust

Durch einen schweren persönlichen Verlust ist nichts mehr so, wie es war. Sie haben das Gefühl, sich Ihren Angehörigen und Freunden mit Ihren schwierigen Gefühlen und Ihrer Trauer nicht zumuten zu können.

Der Tod eines geliebten Menschen wirft Sie als Hinterbliebene aus ihrem gewohnten Leben heraus.

Auch der Verlust des Arbeitsplatzes, ein tiefes persönliches Zerwürfnis oder der Wechsel des Wohnortes können dazu führen, sich enttäuscht und entwurzelt zu fühlen.

Der Schmerz des Verlustes ist unerträglich, und seine Unabänderlichkeit lässt Sie sich wie gelähmt fühlen. Sie können sich nicht vorstellen, wie Ihr Leben nun weitergehen soll.

In der Trauerbegleitung finden Sie Raum und Zeit, diesen Gefühlen nachzuspüren, Erinnerungen zu pflegen und das Unfassbare allmählich zu verstehen. Sie lernen, den Schmerz des Verlustes zu ertragen und finden die Kraft, Ihr Leben unter den veränderten Bedingungen neu zu ordnen.

Sie können Ihr Leben wieder aktiv gestalten, dabei geben Sie Ihren Erinnerungen Raum und bewahren sie respektvoll.

Als nahe Bezugsperson eines körperlich oder psychisch schwer erkrankten, pflegebedürftigen oder sterbenden Menschen sind Sie stark belastet. Der Zustand der geliebten Person löst Ängste und Sorgen aus. Sie finden wenig Raum für Ihre eigenen Bedürfnisse und die Pflege Ihrer eigenen Interessen und Kontakte und fühlen sich so von Überlastung und Vereinsamung bedroht. Sie suchen nach einer Antwort auf die Frage, wie es gelingen kann, sich auch in dieser schwierigen Zeit die eigenen Kräfte und die eigene Lebensfreude zu erhalten.

Berufliche Entwicklung, Selbsterfahrung und Gesundheitsprävention

Sie möchten sich persönlich weiterentwickeln und sich selbst besser kennen lernen, ohne sich in einer akuten Problemlage zu befinden.

Sie wünschen sich, mit Spannungen, Stress und Konflikten besser umgehen zu können und sich so wirksam vor psychischer Überlastung oder Krankheit zu schützen.

Sie üben einen sozialen, kreativen oder leitenden Beruf aus, in dem emotionale und soziale Kompetenz zu Ihrem beruflichen Handwerkszeug gehören, und möchten Ihre Arbeitszufriedenheit und Ihren beruflichen Erfolg steigern.
Sie können in Ihrer Freizeit nur schwer abschalten. Die Gedanken an die Arbeit begleiten Sie auch am Abend, am Wochenende oder sogar im Urlaub. Sie haben das Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen und können diesbezügliche Erwartungen anderer nur schwer zurückweisen.

Sie sind mit Ihrer beruflichen Situation unzufrieden und möchten diese verändern, wissen aber noch nicht wie. Sie möchten Ihre Möglichkeiten und Wünsche genauer ergründen und sich darüber klar werden, in welche Richtung Sie die Veränderung führen soll.
Sie erleben wiederholt Konflikte am Arbeitsplatz. Indem Sie die Entstehung dieser Konflikte verstehen, können Sie sich besser vor Verletzungen schützen.